Pferde im Coaching und in der Psychotherapie


Stärken der Pferde

Pferde sind von Natur aus Flucht- und Beutetiere. Sie überleben in der Wildnis dank ihres instinktiven Verhaltens. Wesentliche Fähigkeiten sind das "Lesen" anderer Lebewesen und die schnelle Einschätzung von Situationen. Ihr Überleben hängt davon ab, Zeichen und Signale wahrzunehmen und zu erkennen, ob die Situation lebensbedrohlich oder ungefährlich ist. So nehmen sie z.B. über mehrere Meter Entfernung den Pulsschlag von anderen Lebewesen wahr oder erkennen anhand des Muskeltonus eines Raubtieres, ob dieses gesättigt oder hungrig ist. In der Pferd- Mensch- Beziehung beobachtet das Pferd uns sehr genau. Es ist achtsam und nimmt jede Veränderung in der Körpersprache, der Gestik und Mimik wahr.

Pferde als Co-Trainer im psychologischen Coaching oder in der Psychotherapie

Pferde eignen sich besonders gut als Co-Trainer im psychologischen Coaching oder in der Psychotherapie, da sie immer im Hier und Jetzt leben und feinste Stimmungen, innere Konflikte und unsere unbewussten Wünsche in unserer Körpersprache wahrnehmen. Pferde haben ein unfehlbares Gespür für Echtheit und Wahrhaftigkeit. Ebenso spüren sie, ob unsere Absicht mit unserem Handeln übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, reagieren sie ärgerlich, missmutig, ängstlich oder beachten uns nicht mehr. Pferde nehmen uns an, wie wir sind. Da sie sich nicht verstellen oder lügen können, geben sie uns stets ein direktes und ehrliches Feedback zu unserem Verhalten. Die Arbeit mit dem Pferd bedeutet das Wiedererleben der eigenen Körpergrenzen und das Wiederentdecken oft verschütteter Ressourcen. Innere Sicherheit und Selbstvertrauen werden erhöht.

Wirksamkeit spezifischer Pferdeeigenschaften im Coaching/ in der Psychotherapie

Können Pferde die Seele heilen? "Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde.". Dieses Sprichwort ist wohl jedem bekannt. Immer mehr Studien belegen, dass Pferde Heilung sowohl auf physischer als auch psychischer Ebene ermöglichen können. Der Bewegungsrhythmus des Tieres wirkt lockernd, ausgleichend und angstlösend. Reiten stärkt das Gleichgewicht und vermindert Haltungsschäden. Das Pferd schenkt Vertrauen und Sicherheit, braucht aber gleichzeitig klare Regeln. Der Umgang mit dem Pferd und die Beziehung zu ihm haben zudem einen Einfluss auf unser Verhalten, Denken und Fühlen. Welche Faktoren wirken in der therapeutischen Arbeit mit dem Pferd?

  • Hochsensibles Wahrnehmungssystem: kleinste Signale werden vom Pferd beim Menschen wahrgenommen und gespiegelt, sodass der Mensch ein direktes Feedback erhält.
  • Beziehung und Nähe zulassen: Beobachtungen der Arbeit mit Klienten am Pferd zeigen, dass es durch den großflächigen Körperkontakt zum Pferd (beim Anlehnen und Streicheln oder Liegen auf dem Pferd), ebenso wie durch die Interaktion mit dem Pferd und dem Getragenwerden auf dem Pferd zu einer „emotionalen Öffnung“ kommt.
  • Fluchtinstinkt des Pferdes: ermöglicht es dem Klienten/ Patienten Angst als natürliche Schutzreaktion zu akzeptieren.
  • Kongruenz (Echtheit) in der Kommunikation und Interaktion: Beim Zusammensein mit dem Menschen zeigt sich immer wieder, dass Anspannung und Angst wie auch Aggressivität von Pferden schnell „gelesen“ werden und sie ebenfalls mit Anspannung, Angst oder auch Aggression reagieren. Ebenso gehen sie sofort wieder in Entspannung, wenn sich der Mensch entspannt und ihnen Sicherheit vermittelt. Pferde nehmen Unstimmigkeiten im Denken, Fühlen und Verhalten wahr und zeigen den Klienten ihre inneren Konflikte auf.
  • Physische Größe des Pferdes
  • Dreidimensionale Stimulation und Bewegung beim Reiten

 

 

 

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