Betriebliche Gesundheitsfürsorge – Posttraumatische Belastungsstörung


Betriebliches Präventionsprogramm für Posttraumatische Belastungsstörungen - Mit Pferdestärken zurück in eine unbeschwerte Zukunft

Sie sind in Ihrem Berufsalltag häufig mit potentiell traumatisierenden Ereignissen konfrontiert? Bilder von traumatischen Situationen holen Sie immer wieder ein? Ihre Leistungsfähigkeit ist gesunken und Sie sind schreckhaft? Ihre Beziehung oder Familie leidet unter Ihrer Problematik? Sie wollen Bewältigungsstrategien erlernen und Ressourcen schaffen?

Dann ist unser einzigartiges, pferdegestütztes Präventionsprogramm für Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) genau das Richtige für Sie!

Hintergrund

Häufig erleiden Menschen, die Opfer oder Zeuge eines traumatischen Erlebnisses wurden, neben den sichtbaren physischen auch seelische Verletzungen, die eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zur Folge haben können. Die Folgen, die ein einschneidendes Erlebnis mit sich bringt, sind individuell verschieden. Während die körperlichen Symptome in der Regel medizinisch behandelt werden, bleiben die psychischen Verletzungen in vielen Fällen unentdeckt oder man will sie sich nicht eingestehen. Bilder der Situationen holen die Betroffenen immer wieder ein. Die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung treten in der Regel nicht sofort auf.
Während der erlebten Notsituation entwickeln sich erst einmal Schocksymptome: Die Betroffenen können emotional nicht auf das Geschehen reagieren und sind wie betäubt. Sie berichten von dem Gefühl des „neben sich Stehens“. Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus des Körpers, der dem eigenen Überleben dient. Symptome treten dann oftmals erst Monate bis Jahre später auf. Folgen sind z.B. Schlafstörungen, sozialer Rückzug, Freud- und Lustlosigkeit, massive Reizbarkeit, besondere Schreckhaftigkeit, Panikattacken, Depressionen, Sucht bis hin zu Arbeitsunfähigkeit und suizidalen Gedanken. Familiäre Probleme und Beziehungskonflikte häufen sich.

Posttraumatische Belastungsstörung - Berufsrisiko?

Bestimmte Berufsgruppen können in Bezug auf die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als Risikogruppen eingestuft werden. Risikogruppen, wie z.B. Polizisten, Soldaten oder Einsatzhelfer haben im Vergleich zu anderen Personen aus der Gesamtbevölkerung ein deutlich höheres Risiko an einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken. Der Berufsalltag dieser Risikogruppen bringt eine hohe Stressbelastung mit sich. Schicht-, Wochenend-, Bereitschaftsdienste usw. verhindern bei vielen Beamten, dass sich die stressige Dienstzeit mit Perioden der Ruhe und Entspannung abwechselt. Hinzu kommt die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass diese Menschen potentiell traumatische Situationen häufiger erleben. Im Jahr 2014 waren insgesamt 1.697 Behandlungskontakte von einsatzbedingten PTBS- Patienten in den Bundeswehrkrankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren zu verzeichnen. Von den Soldaten, die von einem Auslandseinsatz zurückkehrten, erkrankten 2,9 Prozent an einer PTBS, 3,6 Prozent an Angststörungen, sowie 1,8 Prozent an Depressionen und 1,5 Prozent entwickelten eine Alkoholproblematik. Latscha (2005) konnte zeigen, dass Polizeibeamte im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger mit potentiell traumatisierenden Ereignissen konfrontiert sind. Zwischen 70 und 78 von hundert befragten Polizisten erleben Gefühle wie Angst, Entsetzen oder Hilflosigkeit nach belastenden Ereignissen.  62,5 - 64,4 Prozent der befragten Beamten erlebten bis zum Zeitpunkt der Befragung mindestens ein potentiell traumatisierendes Ereignis. Bei anderen Untersuchungen liegen die traumatisierenden Erlebnisse während der Dienstzeit zwischen 22 (Teegen, 1997) und 43 (Sommer, 2003) Ereignissen.

Ein Video zu dieser Thematik finden Sie hier: Auch Helfer brauchen Hilfe

Prävention von Posttraumatischen Belastungsstörungen bei gefährdeten Berufsgruppen

Unser Präventionsprogramm kann als Inhouse- Seminar oder als pferdegestützter Workshop gebucht werden. Es besteht auch die Möglichkeit ein traumaspezifisches, pferdegestütztes Einzelcoaching zu buchen. Das Programm ist für Berufsgruppen, die häufig mit traumatischen Erlebnissen konfrontiert sind, konzipiert wie z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Bundeswehr, Einsatzhelfer.

Pferdegestützter Workshop:

Inhalte:

  • Theoretische Vorträge und erlebnisorientierte Übungen mit dem Pferd
  • Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?
  • Erarbeitung individueller Risiko- und Schutzfaktoren
  • Symptome verstehen lernen
  • Ressourcen schaffen
  • Sicherheit und Kontrolle in der Interaktion mit dem Pferd erlangen
  • Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Selbstfürsorge
  • Distanzierungstechniken
  • Transfer in den Alltag

Inhouse- Seminar

Inhalte:

  • Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?
  • Warum ist meine Berufsgruppe besonders gefährdet?
  • Woran erkenne ich, dass ich an einer PTBS leide?
  • Wie kann ich mich schützen?
  • Frühwarnzeichen erkennen
  • Therapiemöglichkeiten
  • Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Selbstfürsorge

Pferdegestütztes, psychologisches Einzelcoaching

Eine Einzelcoaching-Einheit (traumaspezifisch) dauert zwischen 1 und 3 Stunden. In der Regel findet bei einem ersten Coaching ein telefonisches Vorgespräch statt, um individuelle Ziele des Coachings und aufkommende Fragen zu klären (ca. 1 Stunde).

Inhalte:

  • Sicherheit und Kontrolle erlangen
  • Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Selbstfürsorge
  • Stressmanagement
  • Distanzierungstechniken
  • u.v.m.

 

Quellen:
Latscha, K. (2005): Belastungen bei Polizeivollzugsbeamten: Empirische Untersuchung zur Posttraumatischen Belastungsstörung bei bayrischen Vollzugsbeamten/-innen. Dissertationsarbeit Ludwig - Maximilians - Universität München.
Teegen, F.; Domnick, A. u. Heerdegen, M.(1997): Hochbelastende Erfahrungen im Berufsalltag von Polizei und Feuerwehr: Traumaexposition, Belastungsstörungen, Bewältigungsstrategien. Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, 29(4), 583-599.
Teegen, F.(2003): Posttraumatische Belastungsstörungen bei gefährdeten Berufsgruppen: Prävalenz, Prävention, Behandlung. Bern: Huber.
Sommer, A.C. (2003): Posttraumatische und akute Belastungsstörung bei thüringer Polizeibeamten nach belastenden Einsätzen: Epidemiologie, multiple Traumatisierung, dysfunktionale Kognitionen. Diplomarbeit Friedrich-Schiller-Universität Jena.

 

 

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